Back

Einfach machen!

Lesung mit Raul Krauthausen

Am Donnerstag, den 16.5., besuchte Raul Krauthausen unsere Schule, um mit den Schüler*innen aus den Grundkursen Philosophie und Kunst-Philosophie über Inklusion und Aktivismus zu sprechen und seine Bücher vorzustellen. In seinem ersten Buch „Dachdecker wollte ich eh nie werden. Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ erzählt Raul Krauthausen davon, wie er in Berlin aufgewachsen ist und welche Barrieren in Form von Vorurteilen oder ganz praktischen Hindernissen ihm dabei begegnet sind. Hierzu gehörten z.B. die Erfahrungen, nicht ernst genommen zu werden oder Freunde wegen eines fehlenden Aufzugs nicht zuhause besuchen zu können.
Obwohl er sich eigentlich nie als „Berufsbehinderter“ engagieren wollte, merkte Raul Krauthausen schließlich, dass es sich sinnvoll anfühlte, sich für „etwas Richtiges“ zu engagieren. Er gab seinen Beruf in der Werbeindustrie auf und setzt sich seitdem mit dem Verein Sozialhelden für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit ein, z.B. in Form von Podcasts, Tiktok- und Instagrambeiträgen oder TV-Auftritten. Seine Vision von Inklusion beschreibt Raul den Schüler*innen als „ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung“, auch in der Schule. Dazu gehöre auch eine „Schule für alle“, in der alle ihre Potenziale entfalten können, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihren Eigenschaften und ihrer Herkunft.
Zum Schluss ermutigte er die Schüler*innen dazu, an sich selbst zu glauben und aktiv zu werden, z.B. wenn andere oder sie selbst unterdrückt werden. Dazu verwies er auch auf sein Buch mit dem Titel „Wie kann ich was bewegen?“, in welchem viele Beispiele und Tipps für gesellschaftliches Engagement beschrieben werden. Auch angesichts der anstehenden Europawahl rief Raul Krauthausen zum Engagement gegen Rechtsextremismus und für die demokratischen Grundwerte auf. Mit dem Appell „Jeder kann etwas tun! Jeder kann sich immer neu entscheiden, das Richtige zu tun!“ endete diese beeindruckende Begegnung.
Die Lesung wurde mithilfe des Berliner Autorenlesefonds des Kulturamts Friedrichshain-Kreuzberg ermöglicht.
Tra